Drei Ausblicke auf den Serien-Herbst

Knapp ein Jahr nach dem letzten Weihnachts-Special, das den Abschied von Peter Capaldi und Steven Moffat mit sich brachte, startet auf BBC One die elfte Staffel von “Doctor Who”. Allen Kleingeistern, die sich an der neuen Besetzung der Titelrolle stören, hält Autor und Produzent Chris Chibnall entgegen: “Ich habe ein klares Verständnis davon, was wir tun.” Jodie Whittaker wird als 13. Inkarnation des Zeitreisenden rocken, das deutet der erste Trailer zur neuen Season an. Sie ist der Doktor – ab Herbst werden das auch die letzten Zweifler verstehen.

Zweifel sind eher angebracht, was die neue Serie aus dem Hause DC angeht: “Titans” erzählt die Geschichte des gleichnamigen Superheldenteams, bestehend aus jungen Comic-Charakteren. Dem Vernehmen nach spielt das Ganze im “Arrowverse”, also in der gleichen fiktiven Welt wie “Arrow”, “Flash”, “Legends Of Tomorrow” und “Supergirl”. Die Ästhetik ist daher gewohnt bunt, die Story vermutlich ebenso gewohnt doof. Könnte trotz klarer Bezüge zum Teenie-Drama notfalls ganz unterhaltsam werden – weil eine Blutspur dunkler als die anderen DC-Serien – und ist ab Herbst zunächst nur auf dem hauseigenen Kanal zu sehen.

Etwas konkreter wird der ewige Konkurrent Marvel, was de Ausstrahlungstermin der zweiten Staffel von “Iron Fist” angeht: Ab 7. September kann sie auf Netflix gestreamt werden. Die erste war besser als ihr Ruf, Finn Jones dürfte sich in der Titelrolle inzwischen etabliert haben, und dem Trailer nach zu urteilen wird in Sachen sehenswerter Action durchaus angezogen. Mal abgesehen davon: Es ist das Marvel Cinematic Universe. Das ist quasi automatisch gut.