Insert name here: Singles

Insert name here: Singles

Logo_testKlar: Mit Filmen und Serien kennen wir uns aus. Und doch haben Kartoffeln manchmal Löcher, Sitzkartoffeln also auch: Wissenslücken. Wer kennt schon jeden Klassiker? Wir jedenfalls nicht. Wollen wir aber. Also rufen wir uns gegenseitig die Titel von Meisterwerken der Filmgeschichte zu, die das Gegenüber noch nie gesehen hat. Und nun gucken muss – und darüber schreiben (natürlich ohne Google).

Markus rief: Singles

Kirstens erster Gedanke: Bunt, laut, witzig?

Nein, ich kannte nicht mal den Titel. Ich hatte die Wahl zwischen drei Filmen, die Markus mir mitgebracht hatte und entschied mich für den vermeintlich “leichtesten” aufgrund des Klappentextes. Matt Dillon war dann auch der einzige mir bekannte Name.

Ich bin nach diesen tatsächlich relativ locker und luftig verbrachten 90 Minuten weder positiv noch negativ angetan. “Singles” ist ein gewöhnlicher Film. Menschen Mitte 20 auf der Suche nach der großen Liebe. Irgendwie ist es eine frühe Version von “American Pie”. Nicht ganz so schlüpfrig, nicht ganz so lustig, nicht ganz so getrieben. Alles irgendwie “nicht so ganz”.

Nach etwa zehn Minuten erkenne ich eine der Hauptdarstellerinnen dann doch. Am Mund. Man glaubt es kaum. Kyra Sedgwick, der Name sagt mir tatsächlich überhaupt nichts, aber ich weiß dennoch sofort, dass das Hauptdarstellerin in “Closer” ist – da bin ich öfter mal abends bei VOX hängengeblieben.

Die Handlung ist dann aber auch so banal, dass ich sie jetzt, knappe 48 Stunden später, schon wieder vergessen habe. Irgendwie: Kennenlernen im Club, scheues Weib, schüchterner Kerl, große Liebe, alte Verletzungen, Verliebtheit, Schwangerschaft, Verlust des Kindes, Trennung, Wiedervereinigung. So die eine Geschichte. Die andere: verliebte graue Maus, dümmlicher Pseudo-Rockstar, der sich seiner Gefühle erst klar wird, als die graue Maus feststellt, dass sie allein gar nicht mehr so grau ist.

Was mich ebenso wie in Radio Rock Revolution stört, ist, dass jedes Lied im Film etwa 20 bis 30 Sekunden angespielt wird, mehr aber auch nicht. Ich finde das extrem nervig. Wenn Musik, dann bitte wenigstens eine Minute.

Dies ist dann jetzt auch deshalb eine Kurzrezension, weil mir zu diesem Film gar nichts einfällt. Er hat mich weder vom Hocker gehauen noch hat er mich besonders entsetzt oder enttäuscht. Es ist ein mittelmäßiger Film aus den Neunzigern, wie es viele von ihm gibt. Er besticht weder durch einen außergewöhnlichen noch durch herausragende schauspielerische Leistungen. Ein “weder noch”-Film, der mich schulterzuckend zurücklässt.

Würde ich ihn noch mal ansehen? Sicherlich. Würde ich ihn anderen Leuten empfehlen? Nein, ich denke nicht.

Ich würde so gerne in irgendein Detail gehen, aber ich wüsste einfach nicht, in welches. Markus klärte mich nach dem Gucken noch darüber auf, dass “Touch me, I’m dick” eine Anspielung auf den Mudhoney-Song “Touch me I’m sick” ist. Tja, ich kenne den Song nicht und frage mich sicherlich, was in dem Film sonst noch so zu finden ist. Aber dazu bin ich zu wenig bewandert. Es spielt vermutlich nicht mal eine Rolle. Ich tauche nur dann intensiv in Filme/Serien ein, wenn sie mir etwas bedeuten. Dann mache ich mir Gedanken über Songs, Szenen, Dialoge.

Beim nächsten Mal vielleicht wieder..

Die Kommentare sind geschloßen.